Der Drakonische-Karten-Rechner von Astrolium erstellt die Knoten-Zodiak-Karte aus Ihren Geburtsdaten, indem er jeden Planeten so verschiebt, dass der natale Nordknoten auf 0° Widder fällt. Das Ergebnis ist eine zweite Karte — oft Seelenkarte genannt — die der natalen Ebene unterliegt. Die Berechnung läuft auf der Swiss Ephemeris. Kein Account erforderlich.
Praktiker des 20. Jahrhunderts wie Robert Pelletier, Joyce Adamson und Pamela Lyons Tonkin haben die moderne Methode ausgearbeitet, dabei an die hellenistische Knotentheorie anknüpfend. Ihr Argument: Die drakonische Karte zeigt, was die Seele mitgebracht hat; die Radix zeigt, wie es sich in diesem Leben entfaltet. Beide Karten gemeinsam lesen lohnt sich besonders dann, wenn eine natale Stellung unvollständig wirkt — Konjunktionen innerhalb von 2 Grad zwischen den Ebenen sind das Signal, dem man nachgehen sollte.
Die Berechnung
Man bestimmt die absolute Position des natalen Nordknotens — eine Zahl zwischen 0 und 360 Grad, die seinen Abstand von 0° Widder entlang der Ekliptik misst. Dieser Wert wird von jeder absoluten Planetenposition subtrahiert und das Ergebnis auf den Bereich 0–360° reduziert. So fällt der Nordknoten auf 0° Widder, alles andere verschiebt sich entsprechend. Astrolium wendet diese Transformation mit Swiss-Ephemeris-Koordinaten an.
Drakonisch versus natal: worauf man achtet
Beide Karten überlagern und nach Konjunktionen suchen — Stellen, an denen ein drakonischer Planet innerhalb von 2 Grad auf einen natalen Planeten oder eine Achse fällt. Eine drakonische Sonne in Konjunktion zum natalen Mond legt nahe, dass die kreative Ausrichtung der Seele direkt auf das emotionale Selbstbild trifft. Eine drakonische Venus auf dem natalen Aszendenten bringt das ästhetische Register der Seele unmittelbar an die Oberfläche der Persönlichkeit.
Die drakonische Sonne ist der primäre Einstiegspunkt. Sie beschreibt, was die Seele auf tiefstem Niveau ausdrücken wollte — oft das, was der Mensch als sein Wahrstes kennt, aber Schwierigkeiten hat, als Identität zu beanspruchen.
Der drakonische Mond
Der drakonische Mond ist die emotionale Signatur der Seele, die Gefühlsqualität der transpersonalen Ebene. Der natale Mond beschreibt, wie Gefühle im Alltag funktionieren. Der drakonische Mond beschreibt, wie der Mensch auf vorsprachlicher, nicht-biographischer Ebene zu seinem Innenleben steht. Praktikerinnen wie Tonkin finden, dass der drakonische Mond häufig besser mit dem übereinstimmt, was Klienten als ihr Kern-Erleben beschreiben, als die natale Stellung allein.
Die drakonische Karte in der Praxis
Man zieht die drakonische Karte hinzu, wenn eine natale Stellung unvollständig wirkt oder nicht zu dem passt, wie der Klient sich selbst beschreibt. Die zweite Ebene sichtbar zu machen schließt diese Lücke häufig. Konjunktionen zwischen drakonischen und natalen Positionen innerhalb von 2 Grad sind das Signal: Beide Ebenen bestätigen einander und markieren ein Thema, das zugleich Seelen- und Persönlichkeitsebene berührt.
Zu den Häusern: Die meisten Praktiker wenden das natale Häusersystem auf die drakonischen Planeten an, anstatt neue Hausspitzen aus der verschobenen Karte zu berechnen. Die drakonischen Planeten fallen in natale Häuser und zeigen, welche Lebensbereiche transpersonale Themen tragen.
Für den Nordknoten selbst: Nordknoten-Rechner. Für den Südknoten: Südknoten-Rechner. Den natalen Rahmen, in den diese Ebenen eingebettet sind, beschreibt die Geburtshoroskop-Funktion.